Nord Sud, Berlin

Der Laden macht einfach Spaß. Schon bevor man ihn überhaupt betreten hat. Denn wenn man sich für den Abend hier verabredet hat (“Wir müssen endlich mal wieder zu Monsieur!”) fragt man sich den ganzen Tag voller Vorfreude, was Monsieur denn heute für seine selbstmörderischen 7,50 Euro wieder anbieten wird. Meist ist das eine Pastete oder ein Salat zur Vorspeise, zum Hauptgang ein Stück Fleisch oder Fisch in typisch französischer, wuchtiger Sauce und zum Dessert gibt’s meist eine Tarte oder etwas Käse.
Das Essen schmeckt genauso wie solide französische Bistroküche zu schmecken hat, das kann man sehr gut runterbringen, und wie Monsieur dieses Preis-Leistungsverhältnis realisieren kann, ist schlichtweg verwunderlich.
Die guten Weine und die französischen Bierpreise sind immerhin etwas realistischer bepreist, irgendwo muss Monsieur ja etwas verdienen, zumal er seinen umwerfenden Charme und Humor ja auch noch gratis an seine Gäste versprüht.
Ein äußerst angenehmer Laden. Nicht zuletzt dank Monsieur.

Nord Sud
Auguststraße 87
10117 Berlin

030 97005928

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Heuriger zum 18er, Podersdorf

 

 

 

 

 

 

 

 

Hier kann man’s aushalten, vor allen Dingen im Garten. Man sitzt bequem, die Bedienung ist freundlich und flink, und die Speisenauswahl ist – für einen Heurigen – recht groß. Hier gibt es eine Art Buffet, an dem man sich seinen – kalten – Imbiss aus verschiedenen Salaten, Aufstrichen und belegten Broten zusammenstellen kann. Warm und á la carte kann man hier ebenfalls essen, zum einen hält die Karte die „üblichen burgenländischen Ausflugsverdächtigen“ (Schnitzel Wiener Art, Cordon bleu etc.) bereit, zum anderen trumpft man mit einigen Überraschungen wie z. B. herzhaften Strudelzubereitungen auf.

 

 

 

 

 

 

 

 

Der Burgenländische Krautstrudel, den wir probierten, war ein Grund zum Wiederkommen: vielleicht eine Spur zu stark gekümmelt, ansonsten leckeres, deftiges Heurigenessen. Die Weine waren okay, mehr nicht. Aber auch nicht weniger. Die Spareribs könnte man bei Gelegenheit mal probieren.

Heuriger zum 18er
Seestr. 40
A-7141 Podersdorf am See
+43(2177)2576

Update: Auch dieser traditionelle Heurige hat die Tore für immer geschlossen.

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Weinschenke zur Grube, Podersdorf

Wie sparsam und behutsam die Podersdorfer ihre Lokale renovieren, kann man wunderbar an diesem Schild erkennen, das im Gastgarten der Weinschenke zur Grube hängt. Bis vor ein paar Jahren war „Die Grube“ nämlich noch „Die Zigeunergrube“, dann wurde dieses Lokal aus nachvollziehbaren Gründen umbenannt, aber das alte Schild wollte man deswegen nicht tutti completti wegwerfen, entfernte daraus lediglich die Buchstaben  „i“, „g“, „e“ ,“n“ und „e“, und gruppierte die verbliebenen Buchstaben zum „Zur“.
Schild hin, Schild her, die „neue“ Grube ist eins der empfehlenswertesten Lokale in Podersdorf . Das beginnt beim Ambiente, einem historischen Kellergewölbe und einem der schönsten Gastgärten des Ortes. Das setzt sich fort bei der Beschallung, denn hier ist man endlich sicher vor Volks- und Stimmungsmusik, zu der andere Heurigen-Inhaber – leider – reflexhaft greifen. Hier kann sich das geschundene Ohr bei Austro-Pop und Jazz entspannen, früher gab’s gelegentlich auch Live-Musik im Kellergewölbe, die ist zur Zeit nicht im Angebot.
Aber nicht nur Augen und Ohren kommen in der Grube auf ihre Kosten, hier kann man außergewöhnlich gut essen und trinken. Fangen wir mit dem köstlichen, von Alois Steiner gekelterten Taurot-Weinen an. Ganz großes Tennis zu ganz kleinen Preisen, insbesondere die Roten haben es mir angetan. Steiner ist einer der Winzer, die sich im Seewinkel u. a. der Syrah-Traube angenommen haben, und damit allein ist ihm mein Beifall schon sicher. Unbedingt probieren sollte der Weinbeißer die Cuvée „Große Lagen“, etwas vom Feinsten, was man sich in Podersdorf ins Glas schütten lassen kann. Welschriesling und Veltliner (mindestens ein Achtel probieren!) brauchen sich ebenfalls nicht zu verstecken, und die Edelsüßen gelingen dem Steiner auch (ein Glas Trockenbeerenauslese gibt’s mit einer großzügigen Portion Blauschimmelkäse für 5,50 €!). Aber vor den Käse hat die Speisekarte der Grube Vorspeise und Hauptgericht gesetzt.
Bei der Vorspeise fackeln wir nicht lange und ordern die wunderbaren Speckpflaumen. Da steckt man eine in den Mund, genießt die milde Süße der Backpflaumen, das kräftige Aroma des Specks, schüttet ein Schlückchen Veltliner drüber und ist ganz eins mit sich und der Welt. Und voll der Vorfreude auf DIE Attraktion der Grube, die wir natürlich auch bestellt haben, den Steckerlfisch.
Hier grillen sie köstliche Makrelen und es gelingt ihnen ein mittelgroßes Wunder: sie würzen den Fisch innen und außen mit Paprika, und er wird – trotz der großen Grillhitze – nicht bitter. Wer schon einmal mit Paprika bei hohen Temperaturen umgegangen ist, weiß, wie zickig das köstliche Pulver dann reagiert und staunt über die grilltechnische Meisterschaft der hier arbeitenden Menschen. Allein wegen diesem Steckerlfisch lohnt der Weg in die Grube!
Leich pikiert möchte ich noch anmerken, dass zu meinem großen Mißfallen die gegrillte Blutwurst von der Karte genommen wurde, eine Defitgkeit von üppiger Delikatesse, die ich sonst immer beim zweiten Grubenbesuch zu bestellen pflegte. Jetzt stehe ich natürlich vor der kaum zu lösenden Aufgabe, was ich dieses Jahr bei der Wiederholungstat bestellen soll. Etwas vom Mangalizza-Schwein? Knoblauchgarnelen? Oder warum nicht einfach einen zweiten Steckerlfisch?

 

 

 

 

Weinschenke Zur Grube
Mühlstrasse 23
7141 Podersdorf am See
0043 2177-2300

www.podersdorf-highlig…

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Heuriger Laterndlkeller, Podersdorf

In Podersdorf gibt es zwei Sorten von Heurigenlokalen. Die Traditionsbewußten wie den Steiner oder den Seehoada, die ausschließlich ihre (meist sehr guten) Weine und die traditionellen belegten Brote (die sind auch meist sehr gut) servieren und auch bei Einrichtung und Deko auf einem Standard beharren, der schon vor fünfzig Jahren von wohlwollenden Menschen als „einfach“, bestenfalls als „rustikal“ bezeichnet wurde. Das muss nichts schlechtes sein, denn man geht ja wegen Wein, Essen und der Stimmung zum Heurigen, und wenn’s ein gescheiter Heuriger ist, bleibt man sowieso auf ein paar Gläser hocken, und spätestens dann sieht man Deko und Einrichtung eh nur noch ein bißchen verschwommen.

Doch mittlerweile gibt es auch in Podersdorf ein paar Lokale, die mutig daran gegangen sind, das Heurigen-Genre behutsam zu modernisieren. Eins von diesen Lokalen ist der Laterndlkeller. Dort sitzt man in einem komplett überdachten Innenhof auf freundlichen, hellholzigen Sitzmöbeln vor stilvoll unverputzten Ziegelwänden. Das ist keine innenarchitektonische Offenbarung, aber ein ziemlich angenehmes Ambiente, dass zum Verweilen einlädt. „Wenn Wein und Essen stimmen, dann kann man’s hier ein Weilchen aushalten“, denkt man, nimmt Platz und greift zur Karte.
Wein und Essen sind von einer Qualität, dass man locker bis zur Sperrstunde durchhält. Dem Neuling sei der „Heurigen-Teller“ für 10,50 € empfohlen, ein Querschnitt durch die Laterndlkeller-Küche. Um eine Kelle braunes, butterzartes Sauerkraut (köstlich!), gibt’s mehrere Sorten Geselchtes, zwei große Scheiben Kümmelbraten mit Kruste, eine scharfe Paprikawurst und noch so allerlei, was üppig ist und aus Proteinen besteht. Nix für Gesundheitsapostel und Diät-Freaks, aber ganz großes Tennis für Fans der Deftigkeit. Unbedingt probiert werden muss auch die Blunzen mit Sauerkraut, warme, köstliche Blutwurst, die auf der Zunge zergeht.

Kaiserfleisch im Laterndlkeller

Kaiserfleisch im Laterndlkeller

Die Weine im Laterndlkeller sind traditionell ganz ausgezeichnet, ich trinke seit Jahren bei jedem Besuch mindestens ein Glas frischen Chardonnayund bin noch nie enttäuscht worden. Ganz ausgezeichnet in diesem Jahr auch der Cabernet Sauvignon: klare Kirscharomen, Finesse, Struktur… was will ich denn mehr?

Laterndlkeller
Seestrasse 26
7141 Podersdorf am See

004366-4393 00325

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Sabor Latino, Berlin

Was, zum Peruaner? Beim Peruaner waren wir ja noch nie… Was gibt’s überhaupt beim Peruaner? War Peru nicht das Land, wo der Fußballspieler wegen der dünnen Luft Atemnot bekommt? Nee, glaube nicht, in Peru gab’s noch keine Weltmeisterschaft. Trotzdem, was isst man denn da? Lamakotelettes oder was?
Natürlich gibt es nur eine Möglichkeit, herauszufinden, was es beim Peruaner gibt: beim Peruaner Essen gehen. Also nix wie hin zum Sabor Latino, um die Ecke vom U-Bahnhof Berliner Straße, da gibt’s peruanische und karibische Küche, da essen wir jetzt und haben einen weißen Fleck weniger auf der kulinarischen Landkarte. Her mit der Speisekarte!
Als erstes fallen die moderaten Preise auf. Vorspeisen um die 5 Euro, Hauptgerichte zwischen 8 und 13, Wein (offenbar ausschließlich vom bekannten südamerikanischen Groß-Produzente, Schwamm drüber) 2,90 Euro für 0,2…
Und authentisch scheint der Laden auch zu sein, an mehreren benachbarten Tischen sitzen Menschen, die ganz offensichtlich aus Südamerika stammen… ein gutes Zeichen! Doch zurück zur Speisekarte, wo stehen denn nun die Lama-Kotelettes?
Ach, natürlich, nix Lamakotelettes, Ceviche! Ceviche ist doch DIE peruanische Spezialität, also in Limettensaft marinierter Fisch, der ohne Umweg über den Herd direkt auf den Teller wandert. Neinnein, keine Angst, der Fisch ist nicht roh, der Limettensaft veranstaltet irgendwas mit den Fisch-Enzymen oder so, der Fisch ist dann gar, aber kalt. Und schmeckt gut, wenn zusätzlich zum Limettensaft noch die richtigen Kräuter und Gewürze in die Marinade gegeben werden.
Haben wir aber nicht probiert. Die geduldigste Gemahlin von allen entschied sich für gebackenen Pulpo mit scharfer, zwiebeliger Salsa Latina, und wer mich kennt, weiß, dass ich als erstes eine Speisekarte auf Innereien scanne und dieselben reflexhaft bestelle, wenn ich sie finde. In diesem Falle  Rinderherz, mariniert und dann gegrillt. Mit einer Chilisauce und gebratenen Kartoffeln.
Der Pulpo der geduldigsten Gemahlin war auf denPunkt gebacken, innen saftig, außen knusprig, und offenbarte im Zusammenspiel mit der Salsa Latina kulinarisches Potential.
Mein Rinderherz hätte ich allerdings nicht bestellen dürfen. Denn fortan werde ich im Sabor Latino nichts anderes mehr essen als dieses saftige, nach Grill und Gewürzen und offensiv nach Fleisch schmeckende Gericht, der Traum eines jeden Fleischfressers, von  Stund an eins meiner Lieblingsgerichte! Und deshalb war’s ein Fehler, dieses Gericht gleich beim ersten Besuch zu bestellen. Jedesmal, wenn wir wiederkommen (wird öfter sein, ist am „Umsteige-Bahnhof“ des Heimwegs vom Büro) werde ich dieses köstliche Gericht bestellen. Anstatt die anderen verlockenden Positionen der Speisekarte durchzutesten.

Sabor Latino
Badensche Str. 35
10715 Berlin

030 84315600

www.restaurant-saborlatino.de

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Post, Filiale Soorstr.

Manchmal schlägt das Schicksal mit unbarmherziger Härte zu. Wenn einem zum Beispiel um 17 Uhr 15 in der Nähe der Charlottenburger Soorstraße einfällt, dass man noch die Büropost wegzubringen hat. Wer schon einmal gegen 17 Uhr 30 das Postamt in der Soorstr. betreten hat, weiß was das heißt: mindestens 15 (gefühlte 30) Meter Schlange vom Diskretionsbalken bis zur Tür, maximal 3 (gefühlt 1) Schalter offen, mindestens 30 Minuten (gefühlt: 8 Stunden) Wartezeit, während der man sich anhören muss, wie die Postangestellten versuchen, statt Postwertzeichen Mobilfunkverträge, kostenlose Giro-Konten und Heizdecken preiswerten Strom zu verhökern… Mein Los verfluchend  betrat ich die Filiale und erstarrte.
Keine Schlange. Nur ein weiterer Kunde weilte in der Filiale, und der wurde bereits zu seiner vollsten Zufriedenheit bedient.
Ich wähnte mich in einem fantastischen Traum, tastete mich zum Diskretionsbalken vor, wo man mich zweifellos mindestens 5 (gefühlte 15) Minuten warten lassen würde, ich kenn ja meine Pappenheimer von der Post…
“Bitteschön…”
Nicht zu fassen. Nach maximal 20 (gefühlt 5) Sekunden Wartezeit war ich dran. Am Schalter gab ich meinen Poststapel ab, und da die Dame ihn zügig, kompetent und ohne Werbeeinblendungen (Handy, Girokonto, Strom) bearbeitete, wagte ich ein entspanntes Gespräch.
“Haben Sie das hier schon einmal erlebt? 17 Uhr 30, und keine Schlange?”
“Nicht, seit ich denken kann.”
“Ich hatte mein Schicksal verflucht, als ich feststellte, dass ich noch zur Post musste, aber jetzt dies… die reine Wonne…”
“Wären sie ein bißchen früher gekommen, hätten Sie gar nicht warten müssen, da hätten Sie glatt durchgehen können.”
“Das hätte ich nicht verkraftet. Das wäre zuviel Glück auf einmal gewesen.”
“Jetzt übertreiben Sie aber.”
“Keineswegs.”
“Quittung?”
“Ja, bitte, gerne. Ich übertreibe wirklich nicht. Seit eben weiß ich, dass es irgendwo dort oben doch ein höheres Wesen gibt, das über mich wacht, das mir wohlgesonnen ist…”
Genau diesem Moment ging der Quittungsdrucker kaputt.

Post
Soorstr. 61-62

14050 Berlin

www.post.de

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Friseur „Schnitt9“, Berlin

Ich hock nicht gern lange beim Friseur. Okay, wenn der Friseur einen hohen Unterhaltungswert hat, bleib ich gern ein Weilchen hocken, aber normalerweise lass ich mir nach der Devise “Je schneller, desto besser” die Haare schneiden. Und da ich mit fortschreitendem Alter immer öfter von Geiz-Anfällen heimgesucht werde, ist kein Friseur-Discounter vor mir sicher. Über die Qualität der Frisur mach ich mir weniger Gedanken. Auf meinem Kopf wächst ein Zeugs, dass ein Fachmann mal als “Sauerkrauthaar” bezeichnet hat. Kann so geschmeidig wie möglich frisiert werden, es macht trotzdem, was es will. Drei Tage nach dem Haarschnitt sehe ich meist wieder aus wie ein eben einem Wirbelsturm entkommener Waldschrat.
Wo war ich? Ach ja, Friseur-Discounter. Um die Ecke vom Büro hat ein neuer aufgemacht, die 3. Filiale der “Schnitt9”-Kette, die Haarschnitt mit Waschen für 9 Euro anbietet. Und da mich heute morgen wieder ein fremder Mann mit viel zu langen, unordentlichen Haaren aus dem Spiegel angeschaut hatte, hab ich “Schnitt9” mal ausprobiert.
Und? Hebt sich deutlich von allen anderen Schnell&billig-Friseuren ab, bei denen ich bisher war. Die Dame, die sich freundlich & kompetetnt an meinen widerspenstigen Haaren mit Kamm und Schere 40 Minuten lang (!) abgearbeitet hat, hat mir einen ganz ausgezeichneten, hochprofessionellen Haarschnitt verpasst. Der Laden selbst ist hell und freundlich, und 9 Euro für so einen Haarschnitt sind wirklich geschenkt. Für die Leistung – und vor allen Dingen für die Zeit, die die Frisuerin sich genommen hat – sind 9 Euro eigentlich viel zu wenig (Lohn/Miete/Material/Nebengeräusche/Steuern). Eigentlich muss da irgendwo ein Haken sein. Ich hab ihn jedenfalls nicht gefunden.

Schnitt9
Rheinstr. 66
12159 Berlin
030 25040709

www.schnitt9.de

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Café de l’Opera, Minden

Innen drin ist es sehr gemütlich, und draußen hat man einen wunderbaren Überblick über den ganzen Mindener Marktplatz. Hier kann man stundenlang beim wirklich guten Kaffee sitzen und den Mindenern beim Vorbeigehen zugucken, was gelegentlich besser als jede Reality-Doku ist. Man kann in der unmittelbaren Nachbarschaft wesentlich schlechter sitzen und trinken.

Café de l’Opera

Obermarktstr. 1
32423 Minden

0571 28567

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TUK-TUK, Berlin

Unglaublich angenehmer Laden. Wäre ich etwas gelenkiger, würde ich mir selbst in den Hintern treten, dass ich ihn jetzt erst ausprobiert habe. Dabei seh ich die Werbung schon seit über zwanzig Jahren in den einschlägigen Stadtmagazinen, am Kleistpark steig ich öfters ein, aus und um… es hat doch keinen Grund gegeben, niemals das TUK-TUK auszuprobieren. Warum hab ich’s nicht eher getan, ich Idiot?
Bei der qype-City-Night am 10. 6.  war ich leider erst zum ersten Mal da. Ich trudelte mit einstündiger Verspätung ein, die qyper und gelöschten Ex-qyper waren bereits in bester Stimmung beim Speisen, der Service hatte alle Hände voll zu tun… „Da wird es wohl ein Weilchen dauern, bis ich was bekomme“, dachte ich mir. „Naja, selber schuld, hättest du dir den Terminkalender nicht so vollgepackt, wärst du pünktlich gewesen.“ Kaum hatte ich das gedacht, stand aber schon ein freundlicher Herr neben mir, begrüßte mich herzlich und drückte mir die Speisekarte in die Hand. Weil ich von indonesischer Küche sowieso keine Ahnung habe, überließ ich gleich dem netten Herren die Auswahl meiner Speisen und meines Getränks: „Bringen Sie mir das kälteste Bier und das schärfste Gericht des Hauses, kann ruhig ordentlich scharf sein, ich kann das ab.“
Der Herr nickte freundlich, stellte Minuten später ein großes Pils vor mich hin, und keine Viertelstunde später, als hätte die Küche nur auf mein Erscheinen gewartet, stand die Nr. 23 vor mir: kross gebratene, entbeinte Hähnchenschenkel mit frischem, knackigen Gemüse und einer Kokossauce, die mich begeisterte: würzig und mit einer – für den fortgeschrittenen Pfefferfresser – genau richtig dosierten Schärfe, die die exotischen Aromen nach vorne brachte. So gut hab ich schon lang nicht mehr gegessen.

Und so wohl hab ich mich schon lange nicht mehr gefühlt. Hier stimmt nicht nur das Essen, hier stimmt auch die Atmosphäre. Und deshalb bleibt man auch nach dem Essen noch gern ein paar Bierlängen lang hocken. Das ideale After-Work-Lokal, um zu entspannen und etwas exotische Luft durch Hirn und Seele zu pusten.
Warum hab ich den Laden nicht schon früher ausprobiert? Keine Ahnung. Nuja, muss ich demnächst eben öfters hin. Habe einiges nachzuholen. Die Reisplatten sahen sehr interessant aus…

TUK-TUK
Großgörschenstr. 2
10827 Berlin
030 7 81 15 88

www.tuk-tuk-berlin.de

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Er spricht deutsch

Eins der besten Kochrezepte der Filmgeschichte. Nach dieser Szene sieht man die Muskatnuss mit ganz anderen Augen.

 

 

 

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