Naschmarkt, Wien

So, hier war nun lange genug Ruhetag, dieses Blog ist ab sofort wieder eröffnet. Die geduldigste Gemahlin von allen und ich haben „zwischen den Jahren“ unsere lieben Wiener Freunde Margot und Jean-Jacques besucht, also gibt es in den nächsten Tagen hier erst Mal ein paar Wiener Impressionen.

Der erste Weg in Wien führte uns – logisch, angesichts meiner Verfressenheit – zum Naschmarkt, Der Berliner hat sich unter dem Wiener Naschmarkt so etwas vorzustellen wie den Markt am Winterfeldt-Platz. Plus dem Türkenmarkt. Plus Markthallen. Plus die 6. Etage vom KaDeWe. Plus die Galerie Lafayette. Plus Rogacki. Plus noch so’n paar Restaurants, Imbisse und Cafés. Plus – am wichtigsten – schiere Lebensfreude!

Der Naschmarkt vereint das beste zweier Welten: die riesige Auswahl eines Feinschmeckerparadieses mit der ungezwungenen Atmosphäre eines Marktes. Hier wird geredet und geschrien, man diskutiert, macht einen Witz, begrüßt alte Bekannte und Menschen, die man noch nicht kennt… Sogar der verklemmte Piefke fühlt sich sofort heimisch.

Nicht zuletzt, weil ihm dauernd was zum Kosten angeboten wird. Hier ein Rädchen Salami, dort ein Apfelschnitz… Den Vogel abgeschossen hat der nette Kerl am Käsestand, der uns beinahe sein gesamtes Sortiment verkosten ließ. Sagenhaftes Zeugs, vor allen Dingen der getrüffelte, und dieser Vorarlberger Dingsbums… ein Hammer! Saublöd, dass ich vergessen habe, den zu fotografieren! Nuja, Äpfel sind auch schön.

 

Zum verschwenderischen Warenangebot kommt dann noch die Gastronomie hinzu. Alle zehn, zwanzig Schritt ein Restaurantchen, ein Caféchen, ein Imbisschen… ob Käsekrainer oder Kaviar, ob kleiner Brauner oder Champagner aus der Magnum-Flasche: hier bin ich Mensch, hier pfeif ich’s ein.

„Ja, und?“, fragt jetzt vielleicht der Berliner Landsmann, „Was ist denn nun das Besondere am Naschmarkt? Verschwenderische Angebote, Verkostungsmöglichkeiten und angeflanschte Gastronomie kennen wir ja hauptstädterisch zur Genüge…“

Was den Naschmarkt ausmacht ist die lässige, freundliche Atmosphäre. Das Lockere, das haben die Wiener viel besser drauf als wir sturen Preußen. Und die feste Überzeugung: das ein bisschen Luxus und Genuss unbedingt in den Alltag gehören. Täglich. Je öfter, desto Naschmarkt.

Naschmarkt, Wien
zwischen Secession und U-Bahnhof Kettenbrückengasse
Wochentags zwischen 6 Uhr und 18 Uhr 30 (Samstags bis 17 Uhr)
einige Gastronomie-Betriebe haben länger geöffnet

Dieser Beitrag wurde unter Sehenswürdigkeiten, Shopping abgelegt und mit , verschlagwortet. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

1 Antwort zu Naschmarkt, Wien

  1. Thea sagt:

    Des, wann I g’wusst hätt‘. Da hättn’S mir a Sackerl Grammeln und a Packerl Grammelknödl mitbringa kenna! Grad schod is…

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.