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	<title>Atmosphäre &#8211; In 64 Jahren rund um die Welt</title>
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	<description>Erlebnisse in der Gastronomie und anderswo</description>
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		<title>Peppino e Basta, Berlin</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Chris Kurbjuhn]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 24 Oct 2018 05:10:55 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Dies und Das]]></category>
		<category><![CDATA[Restaurants]]></category>
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					<description><![CDATA[Bis vor ein paar Jahren gab es in Berlin zwei Läden namens &#8222;Marcello&#8222;, einen am Breslauer Platz, den anderen etwas weiter nördlich, zwischen Innsbrucker Platz und Dominicusstraße in der Fritz-Reuter-Straße. Am Breslauer Platz war ich Stammgast, das war ein Italienischer &#8230; <a href="http://rundumdiewelt.chris-kurbjuhn.de/peppino-e-basta-berlin/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
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<p class="wp-block-paragraph">Bis vor ein paar Jahren gab es in Berlin zwei Läden namens &#8222;<a href="http://rundumdiewelt.chris-kurbjuhn.de/?p=119" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Marcello</a>&#8222;, einen am Breslauer Platz, den anderen etwas weiter nördlich, zwischen Innsbrucker Platz und Dominicusstraße in der Fritz-Reuter-Straße. Am Breslauer Platz war ich Stammgast, das war ein Italienischer Feinkosthandel mit angeflanschter Trattoria, Super-Atmosphäre und geniale Pizza. Als beide Marcellos schlossen, hab ich mehr als eine Träne geweint.</p>



<figure class="wp-block-image"><img fetchpriority="high" decoding="async" width="800" height="600" src="http://rundumdiewelt.chris-kurbjuhn.de/wp-content/uploads/2018/10/2018-10-23-19.06.41-e1540356454139.jpg" alt="" class="wp-image-1527"/></figure>



<p class="wp-block-paragraph">Doch meine Tränen sind getrocknet, haargenau in dem Moment, als ich mir in der Fritz-Reuter-Straße diese wunderbare Pizza mit Gorgonzola und Speck einverleibte. Denn hier steht der begnadete Pizza-Bäcker (Wie ist eigentlich der italienische Fachausdruck? Pizzarista?) vom Breslauer Platz am Steinofen und es ist fast genau wie früher, bei Marcello. Der Service ist unerreicht freundlich, der Hauswein schmeckt, außer Pizza gibt&#8217;s noch Antipasti, Pasta und kleinere Gerichte, aber wer will denn hier etwas anderes bestellen? Leute, hier gibt&#8217;s die beste Pizza Berlins. Genau wie damals, bei Marcello.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Peppino e Basta<br>Fritz-Reuter-Str. 7<br>10827 Berlin<br>030 75002126</p>
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		<title>Trattoria Sicilia, Berlin-Friedenau</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Chris Kurbjuhn]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 25 Mar 2012 12:08:20 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Restaurants]]></category>
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					<description><![CDATA[Warum geh ich eigentlich so gern zum Italiener essen? Also, die Pasta ist es nicht, hin und wieder mal &#8217;ne Nudel, warum denn nicht, aber eigentlich kaue ich ganz gern. Pizza ess ich auch nur zwei-, dreimal im Jahr, da &#8230; <a href="http://rundumdiewelt.chris-kurbjuhn.de/trattoria-sicilia-berlin-friedenau/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><div id="attachment_1362" style="width: 310px" class="wp-caption alignleft"><img decoding="async" aria-describedby="caption-attachment-1362" class="size-full wp-image-1362" src="http://rundumdiewelt.chris-kurbjuhn.de/wp-content/uploads/2014/01/sicilia.jpg" alt="" width="300" height="154" /><p id="caption-attachment-1362" class="wp-caption-text">GE DIGITAL CAMERA</p></div></p>
<p>Warum geh ich eigentlich so gern zum Italiener essen? Also, die Pasta ist es nicht, hin und wieder mal &#8217;ne Nudel, warum denn nicht, aber eigentlich kaue ich ganz gern. Pizza ess ich auch nur zwei-, dreimal im Jahr, da bin ich &#8217;n bisschen mäkelig, da soll schon so scharfe Spezial-Salami draufliegen, die&#8217;s nicht überall gibt. Meine Lieblingsgerichte der italienischen Küche gibt’s hier eigentlich kaum, also Kutteln römische Art, venezianischen Stockfisch, ja, so Zeugs ess ich gern, das kriegt man hierzulande ja kaum. Trotzdem hock ich so ca. einmal die Woche beim Italiener. Warum eigentlich?<br />
Wegen der Atmosphäre natürlich, womit wir endlich bei der Trattoria Sicilia wären. Hier sind Sie nämlich Italo-Atmosphären Weltmeister. Man kommt rein, sieht die karierten Tischtücher und die Prosecco-Batterie hinterm Tresen, hört den aus den Boxen scheppernden Italo-Pop und wähnt sich gleich im sonnigen Sorrent. Fehlt nur noch, dass sie hier ihre Kellner mit Ringelhemden und Strohhüten ausstatten.<br />
Überhaupt, diese Prachtexemplare von Kellnern, die souverän die ganze Italo-Gastro-Klaviatur beherrschen, die Damen werden ohne Ende charmiert, die Herren – je nach Besuchsfrequenz – mit „dottore“ oder „professore“ angeredet (in einer mittlerweile geschlossenen Pizzeria am Mehringhof hab ich&#8217;s mal zum „commendatore“ gebracht), ja, hier herrscht noch eine Atmosphäre wie im 50er-Jahre-Schlagerfilm.<br />
Großes Kino dann bei unserem Erstbesuch: Als die Hauptgänge gebracht wurden, machten wir den Kellner auf eine vergessene Vorspeise aufmerksam. Der Mann ließ sich die Gelegenheit nicht nehmen, dieses kleine Versehen zur ganz großen Verdi-Oper aufzupumpen. Er kam wieder und wieder an den Tisch, um sich zu entschuldigen und zu geißeln, gab einen Chianti nach dem anderen aus und machte Anstalten, sich vor Kummer in sein Tranchierbesteck zu stürzen. Wir ließen schließlich unser Essen (Pizza Bel Paese und Leber vom Grill, beides höchst akzeptabel) kalt werden, um diesen offensichtlich vollkommen gebrochenen Mann zu trösten und wieder aufzurichten.<br />
Als wir dieses Lokal schließlich doch gestärkt und von den vielen Gratis-Chiantis beschwingt verließen, hatten wir Freundschaft geschlossen und waren Stammgäste geworden.<br />
Alles in allem: akzeptable bis gute einfache Küche, angenehme offene Weine (auch wenn man bezahlen muss) und knalliges Italien-Feeling. Das ist der Stoff, aus dem man Stammlokale macht.</p>
<p>Trattoria Sicilia<br />
Beckerstr. 5<br />
12157 Berlin<br />
030 85629504</p>
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		<title>Hell oder Dunkel 3, Berlin</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Chris Kurbjuhn]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 18 Mar 2011 17:34:59 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Kneipen]]></category>
		<category><![CDATA[Restaurants]]></category>
		<category><![CDATA[Atmosphäre]]></category>
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					<description><![CDATA[Weil der Südwestkorso-Glühwurm zum 1. Februar überraschend schließen musste, war meine Skatrunde kurzzeitig heimatlos. Schwierige Situation, denn wir stellen hohe Ansprüche an die Läden, die wir mit unser Gegenwart beglücken, deshalb unterzogen wir diverse Friedenauer Lokalitäten einem rigiden Leistungstest, den &#8230; <a href="http://rundumdiewelt.chris-kurbjuhn.de/hell-oder-dunkel-3-berlin/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Weil der <a href="http://exyl.wordpress.com/2008/04/29/gluhwurm-am-sudwestkorso/" target="_blank">Südwestkorso-Glühwurm</a> zum 1. Februar überraschend schließen musste, war meine Skatrunde kurzzeitig heimatlos. Schwierige Situation, denn wir stellen hohe Ansprüche an die Läden, die wir mit unser Gegenwart beglücken, deshalb unterzogen wir diverse Friedenauer Lokalitäten einem rigiden Leistungstest, den vollkommen überraschend das &#8222;Hell oder Dunkel&#8220; für sich entschieden hat. Die Kriterien waren folgende:<br />
1. Die Bedienung muss einen angenehmen Anblick bieten und freundlich &amp; verständnisvoll sein. Wenn man gerade einen Grand mit Vieren mit 59 versenkt hat, das nächste Blatt aufnimmt und nichts als einen Haufen Luschen sieht, braucht die Seele Trost und das Auge Entlastung, wenn man ein frisches Bier bestellt.<br />
Hier kann das &#8222;Hell oder Dunkel&#8220; in jeder Beziehung punkten.<br />
2. Der Spielort darf nicht zu gediegen sein. Wir spielen lieber in eher rauhbeiniger Atmosphäre, weil&#8217;s dann nicht so auffällt, wenn Jürgen und Kurt sich dauernd anschreien.<br />
Auch das passt im &#8222;Hell oder Dunkel&#8220;: hier wird ernsthaft Fußball geguckt, da fallen Jürgen und Kurt überhaupt nicht auf.<br />
3. Wir benötigen dunkles Weizen (Kurt), alkoholfreies Weizen und Weißwein (Jürgen), Pils und Rotwein (Harry und ich), um spielerisch auf Tour zu kommen.<br />
Das Getränkeangebot im &#8222;Hell oder Dunkel&#8220; ist über jeden Zweifel erhaben. Insbesondere das selbstgebraute Bier wächst einem mit der Zeit ans Herz bzw. an den Gaumen. Auch das Weinangebot kann sich sehen lassen. Wird noch &#8217;ne Weile dauern, bis wir alles durchprobiert haben.<br />
4. Das Essen darf nicht zu überkandidelt sein, sonst meckern Kurt und Harry.<br />
Im &#8222;Hell oder Dunkel&#8220; gibt&#8217;s richtig gutes Kneipenessen. Die Standard-Beilage sind Bratkartoffeln, ordentlich speckig-fettig, nix für Diät-Fetischisten. Ansonsten Schnitzel in allen Variationen, schöne gebratene Heringsfilets (!), diverse Burger und derzeit ist ein ganz ausgezeichneter Spanferkelrollbraten mit selbstgeklöppeltem Sauerkraut und den erwähnten Bratkartoffeln für schlappe 8,50 im Programm, schlichtweg sen-sa-tio-nell. Kurt bestellt immer die Knoblauchsuppe, weil die &#8222;genau wie auf Mallorca, bloß besser&#8220; ist.<br />
Insgesamt eine sehr, sehr angenehme Kneipe. Nicht nur für ehemals heimatlose Skatrunden.</p>
<p>Hell oder Dunkel 3<br />
Laubacher Str. 28<br />
14197 Berlin<br />
030 89 73 36 20</p>
<p>Der Pachtvertrag ist ausgelaufen, das &#8222;Hell oder Dunkel 3&#8220; ist geschlossen. Ich bin untröstlich.</p>
<dl>
<dd>
<div>
<p><img decoding="async" src="http://assets3.qypecdn.net/images/1pxt.gif" alt="" /></p>
</div>
</dd>
</dl>
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		<title>Medusa</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Chris Kurbjuhn]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 15 Mar 2010 09:00:09 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Restaurants]]></category>
		<category><![CDATA[Ambiente]]></category>
		<category><![CDATA[Atmosphäre]]></category>
		<category><![CDATA[Berlin]]></category>
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					<description><![CDATA[Wer wissen will, wie man vor zwanzig Jahren beim Griechen gegessen hat, ist im Medusa durchaus richtig. Und das muss nichts schlechtes sein. Wir probierten die Vorspeisenplatte für eine Person (um die 9 Euro), die mehr als genug für 2 &#8230; <a href="http://rundumdiewelt.chris-kurbjuhn.de/medusa/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><span class="Fontfix">Wer wissen will, wie man vor zwanzig Jahren beim Griechen gegessen hat, ist im Medusa durchaus richtig. Und das muss nichts schlechtes sein.<br />
Wir probierten die Vorspeisenplatte für eine Person (um die 9 Euro), die mehr als genug für 2 hungrige Esser waren. In Teig ausgebackene Gemüse, Spinattäschchen, Schafskäsetäschchen und die “üblichen Verdächtigen”, also Tzaziki (besonders sahnig-mild), Tarames, Schafskäsepaste und &#8211; als Clou &#8211; ein Häufchen Meeresalgensalat, der uns besonders beeindruckte. Nun waren wir beinahe schon satt, als die Hauptgerichte kamen. Die gebratenen Sardinen waren wie gebratene Sardinen sein sollen: kross, schmackhaft, ideale Bierbegleiter, die kleine Grillplatte würde andernorts als Große Grillplatte durchgehen, ein Suvlaki-Spieß und ein üppiger Gyrosberg wurden von (selbstgemachten!) Pommes Frites und frischen Grünen Bohnen (man kann sich zwei Beilagen aus 5 aussuchen) und war von eben jener Deftigkeit, wegen der man vor zwanzig Jahren zum Griechen ging. Beide Hauptgerichte waren übrigens unter zehn Euro zu haben. Und hinterher gab’s natürlich den üblichen Ouzo aufs Haus!<br />
Zu erwähnen ist noch das Kachelmuseum an den Wänden, dort hängen die herrlichsten Badezimmerspiegel und Jugendstilkacheln, wegen denen allein schon ein Besuch lohnt. Wir werden wiederkommen, da probieren wir dann mal den frischen Mittelmeerfisch. Nicht der Überflieger, aber eine solide kulinarische Zeitreisemaschine.</span></p>
<p>Nachtrag März 2010:<br />
Das ist keine Zeitreisemaschine mehr sondern  dank gewaltig aufgebohrter Küchenleistung ein richtig guter Grieche.  Insbesondere die Angebotskarte hat es in sich: Lammleber, Öko-Lamm von  der Müritz, frischer Fisch vom Grill&#8230; hier kann man mittlerweile sehr  gut (rustikal) essen. Und ein paar gescheite griechische Weine stehen  auch auf der Karte. Dicke Empfehlung, Tendenz zu wohlwollenden 5  Sternen.</p>
<p class="Fontfix"><span class="adr"><span class="street-address">Medusa<br />
Perelsplatz 10</span></span><span class="adr"> <span class="locality">Berlin<br />
</span><span class="locality">030 8516589<br />
</span></span></p>
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		<title>Gasthaus zur Dankbarkeit</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Chris Kurbjuhn]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 02 Apr 2009 22:36:32 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Restaurants]]></category>
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		<category><![CDATA[Podersdorf am See]]></category>
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					<description><![CDATA[Die Dankbarkeit ist (nicht nur) mein Lieblings-Gasthaus. Vielleicht liegt’s an der langen Vorfreude, die einem Besuch der Dankbarkeit vorausgeht. Denn die Dankbarkeit liegt in Podersdorf am Neusiedlersee, wo die geduldigste Gemahlin von allen und ich einmal im Jahr Urlaub machen. &#8230; <a href="http://rundumdiewelt.chris-kurbjuhn.de/gasthaus-zur-dankbarkeit/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><img decoding="async" class="alignleft size-full wp-image-1387" src="http://rundumdiewelt.chris-kurbjuhn.de/wp-content/uploads/2010/06/Dankbarkeit1.jpg" alt="" width="354" height="472" srcset="http://rundumdiewelt.chris-kurbjuhn.de/wp-content/uploads/2010/06/Dankbarkeit1.jpg 354w, http://rundumdiewelt.chris-kurbjuhn.de/wp-content/uploads/2010/06/Dankbarkeit1-225x300.jpg 225w" sizes="(max-width: 354px) 100vw, 354px" />Die <a class="previewlink" href="http://www.dankbarkeit.at/">Dankbarkeit</a> ist (<a class="previewlink" href="http://www.hande.wordpress.com/">nicht nur</a>) mein Lieblings-Gasthaus. Vielleicht liegt’s an der langen Vorfreude, die einem Besuch der Dankbarkeit vorausgeht. Denn die Dankbarkeit liegt in Podersdorf am Neusiedlersee, wo die geduldigste Gemahlin von allen und ich einmal im Jahr Urlaub machen. Und da kann die Vorfreude auf den nächsten Dankbarkeitsbesuch schon einmal 50 Wochen dauern. Aber irgendwann stehen wir dann doch wieder vor der Eingangstür.<br />
Da bleiben wir jedoch nicht lange stehen, sondern grüßen freundlich in den Schankraum mit dem Tresen hinein, wo die Podersdorfer sitzen, lassen bei schönem Wetter die Stube rechts liegen und eilen durch den langen Gang in den wunderbaren, einmaligen, schattigen Gastgarten. Da kommt auch schon der Wirt, Herr Lentsch, mit seinen charakteristisch kurzen, eiligen Schritten auf uns zu, begrüßt uns, als wären wir eine Woche und nicht ein Jahr lang weg gewesen, bringt uns an unseren Tisch und teilt die Karten aus. Dann sitzen wir erst einmal einen Moment da, atmen durch und schauen uns fröhlich in die Augen: „Was geht’s uns gut!“<br />
Wieso geht’s uns in der Dankbarkeit so gut? Wieso geht’s uns in der Dankbarkeit besser als anderswo? Liegts an der verfeinerten burgenländischen Küche mit der jiddischen Hühnerleberpastete, der Paprika-Fischsuppe, dem „Gekochten vom grauen Steppenrind“, den Spezialitäten vom Mangalitzaschwein und den sündhaften Somloer Nockerln? Ist es die umfangreiche Weinkarte, auf der der Fan pannonischer Weinkultur nichts vermissen kann? Ist es der von Jahr zu Jahr immer besser werdende Hauswein, den Herr Lentsch für selbstmörderische 12 bis 15 Euro pro Flasche im Restaurant anbietet?<br />
Natürlich tragen all diese Dinge wesentlich zu unserem Wohlbefinden bei, aber der eigentliche Faktor, warum es uns beim Lentsch so gut geht, ist der Lentsch selber. Es ist einfach die reine Freude, bei diesem Urbild eines Wirts, diesem besessenen Gastronom aus Leidenschaft Gast sein zu dürfen. Mitzuerleben, wie dieser Mann auflebt, wenn es seinen Gästen schmeckt und sie sich wohl fühlen, ist schon die halbe Miete in der Dankbarkeit.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="alignleft size-full wp-image-1388" src="http://rundumdiewelt.chris-kurbjuhn.de/wp-content/uploads/2010/06/Dankbarkeit2.jpg" alt="" width="425" height="222" srcset="http://rundumdiewelt.chris-kurbjuhn.de/wp-content/uploads/2010/06/Dankbarkeit2.jpg 425w, http://rundumdiewelt.chris-kurbjuhn.de/wp-content/uploads/2010/06/Dankbarkeit2-300x157.jpg 300w" sizes="auto, (max-width: 425px) 100vw, 425px" />Die wahre Qualität eines Wirts erweist sich aber, wenn ein Gast sich daneben benimmt. Wie wird er reagieren, wie wird er diese heikle Situation meistern? In diesem Sommer war ausgerechnet ich es, der Herrn Lentsch in dieser Hinsicht auf die Probe stellte. Ich hatte mein Handy, das eh schon tagelang nicht geklingelt hatte, nicht ausgeschaltet. Wer sollte mich denn schon im Urlaub am Montag abend anrufen? Und dann kam es, wie es kommen musste: Gerade als Herr Lentsch uns den Wein an den Tisch brachte, klingelte mein Handy. Und mein Handy klingelt nicht einfach, es spielt die entscheidenden Minuten des WM-Finales 1954 ab. „Aus dem Hintergrund müßte Rahn schießen… Rahn schießt… Tor! Tor! Tor!“ donnerte Herbert Zimmermann durch den eben noch beschaulichen Gastgarten, während ich mit fliegenden Fingern versuchte, den Störenfried auszuschalten. Herr Lentsch zuckte mit keiner Wimper, entkorkte den Wein und sagte, während er mir den Probierschluck einschenkte, verschwörerisch zwinkernd: „<a class="previewlink" href="http://de.wikipedia.org/wiki/Edi_Finger">I wer’ narrisch!</a>“<br />
Da ging’s uns wieder gut!</p>
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		<title>L&#8217;Espérance</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Chris Kurbjuhn]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 02 Apr 2009 21:37:31 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Restaurants]]></category>
		<category><![CDATA[Atmosphäre]]></category>
		<category><![CDATA[Couscous]]></category>
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		<category><![CDATA[Paris]]></category>
		<category><![CDATA[rustikal]]></category>
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					<description><![CDATA[Wenn man eine große Stadt (oder gar eine Weltstadt) nur gelegentlich besucht, dann wäre es idiotisch, anlässlich dieser Besuche immer das gleiche Lokal aufzusuchen. Stammlokale sind ja zuhause gut, schön und sinnvoll aber in der Fremde ist es wesentlich reizvoller, &#8230; <a href="http://rundumdiewelt.chris-kurbjuhn.de/lesperance/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Wenn man eine große Stadt (oder gar  eine Weltstadt) nur  gelegentlich besucht, dann wäre es idiotisch, anlässlich dieser Besuche immer das gleiche Lokal aufzusuchen. Stammlokale sind ja zuhause gut, schön  und  sinnvoll aber in der Fremde ist es wesentlich reizvoller, sich tagtäglich auf Abenteuer- und Entdeckungsreise zu begeben. Warum fährt man denn weg? Doch gerade, weil man dem alltäglichen Trott entkommen will!<br />
Noch idiotischer kann man sich nur verhalten, wenn man in der  Fremde nicht nur das gleiche Lokal aufsucht,sondern immer auch das gleiche bestellt. Menschen, die so etwas tun, sind antriebslose kulinarische Dilettanten, die besser gar nicht erst verreisen sollten, weil sie sich in der Fremde sofort nach zu Hause sehnen.<br />
Merkwürdigerweise gehen die geduldigste Gemahlin von allen und ich, wenn wir nach Paris fahren, immer zuerst ins Restaurant L&#8217;Espérance, und dort bestellen wir das, was wir immer bestellen:  einmal Couscous Royal mit Lamm, einmal Couscous Mechoui (gibt&#8217;s nur Donnerstag, Samstag und  Sonntag) sowie eine Flasche des roten Hausweins aus Algerien.<br />
Wenn man einmal den Couscous im L&#8217;Espérance gekostet hat, wird man uns verstehen. Der Couscous-Gries, den sie hier servieren, hat ein herrlich nussiges Aroma und hat eine dermaßen fluffige Konsistenz, dass derjenige, der ihn zum ersten Mal gekostet hat, auf ewig für alle „Instant-Couscous“-Varianten (einfach heißes Wasser drauf kippen) verloren ist. Der traditionelle Gemüse-Sud ist leicht säuerlich und damit appetitanregend, was auch bitter nötig ist, den im L&#8217;Espérance glaubt man an üppige Garnituren. „Royal mit Lamm“ beinhaltet zwei Merguez, ein Hühnerbein, eine Beinscheibe vom Rind sowie einen gegrillten Lammfleisch-Spieß.<br />
„Um Himmelswillen, da werden ja zwei von satt“, ruft da der Laie aus. Mag ja sein, aber wir haben doch noch was bestellt. Mechoui, Lamm (manchmal Hammel! Ja, Hammel!) am Spieß gegrillt, knusprig, fettig, reichlich, ein Traum! Und dazu der saubere, ehrliche algerische Landwein&#8230;<br />
Kommen wir zu den Preisen. Couscous zwischen 9 (vegetarisch) und 15 Euro (Royal tutti completti), die Flasche Wein für 10 Euro&#8230; Jaja, offensichtlich kalkuliert hier ein Wahnsinniger, und es kommt noch besser: hier gibt’s nicht nur Couscous, hier kann man auch die französischen Bistro-Klassiker von Andouillette bis Gigot dÀgneau genießen, das Dreigang-Menü für unglaubliche 11,50 Euro.<br />
Kein Wunder, dass der Laden jeden Abend brechend voll ist, zumal  sich vorne, im Bar-Bereich, die Menschen aus der Nachbarschaft treffen, ihren Pastis oder Vin Rouge trinken, miteinander klönen und Touristen wie uns auf das herzlichste begrüßen.<br />
Wie eingangs gesagt: es ist idiotisch, in einer Weltstadt wie Paris immer das gleiche Lokal aufzusuchen. Es sei denn, es ist das L&#8217;Espérance. Dann ist es logisch.</p>
<p>L&#8217;Espérance<br />
9 rue de l&#8217;Espérance<br />
75013 Paris<br />
033 1 45 80 22 55</p>
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		<title>A la Bonne Cave</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Chris Kurbjuhn]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 16 Mar 2009 11:28:47 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Kneipen]]></category>
		<category><![CDATA[Restaurants]]></category>
		<category><![CDATA[Atmosphäre]]></category>
		<category><![CDATA[Kneipe]]></category>
		<category><![CDATA[Paris]]></category>
		<category><![CDATA[TV-Sport]]></category>
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					<description><![CDATA[Hört sich vermutlich bescheuert an, stimmt aber: hier geh ich wegen dem Foto hin. An einer Wand der “Bonne Cave” hängt eine riesige Fotografie, auf der drei saucoole Kerle zu sehen sind: Jean-Paul Belmondo, Alain Delon und Jean Gabin. Muss &#8230; <a href="http://rundumdiewelt.chris-kurbjuhn.de/a-la-bonne-cave/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><img loading="lazy" decoding="async" class="alignleft size-full wp-image-1379" src="http://rundumdiewelt.chris-kurbjuhn.de/wp-content/uploads/2010/06/beldelmar.jpg" alt="" width="397" height="298" srcset="http://rundumdiewelt.chris-kurbjuhn.de/wp-content/uploads/2010/06/beldelmar.jpg 397w, http://rundumdiewelt.chris-kurbjuhn.de/wp-content/uploads/2010/06/beldelmar-300x225.jpg 300w" sizes="auto, (max-width: 397px) 100vw, 397px" />Hört sich vermutlich bescheuert an, stimmt aber: hier geh ich wegen dem Foto hin. An einer Wand der “Bonne Cave” hängt eine riesige Fotografie, auf der drei saucoole Kerle zu sehen sind: Jean-Paul Belmondo, Alain Delon und Jean Gabin. Muss so Anfang der 70er Jahre aufgenommen worden sein, vermutlich in Südfrankreich. Vielleicht während der Dreharbeiten zu “Borsalino”? Ein Wahnsinnsbild auf alle Fälle. Belmondo raucht eine Zigarre, Delon hört mit einem leicht ironischen Grinsen zu und Gabin scheint den beiden zu erklären, wo es lang geht. Immer wenn ich in Butte-aux-caille bin, geh ich in diesen Laden, setz mich gegenüber von dem Foto hin, trinke ein, zwei Gläschen Rotwein und denke an die unzähligen, wahnsinnigen Kinostunden, die ich mit den drei coolen Kerlen verbracht habe. Le Magnifique… Der Clan der Sizilianer… Im Dunkel von Algier… Der Unverbesserliche… Die Abenteurer… “Schade, dass Lino Ventura nicht auch auf dem Bild ist”, denke ich meist, wenn ich zahle und gehe. Ansonsten kann man im “Bonne Cave” noch prima Fußball gucken, Guinness trinken, und das Essen soll auch sehr gut sein. Hab ich aber noch nicht probiert. Ich komm, wie gesagt, wegen dem Foto. Und wegen den Erinnerungen.</p>
<p class="Fontfix">A la Bonne Cave<br />
<span class="adr"><span class="street-address">11 Rue Espérance</span><br />
<span class="postal-code">75013</span> <span class="locality">Paris<br />
0033145808248</span></span></p>
<p>Update: Die &#8222;Bonne Cave&#8220; hat dicht gemacht. Das Foto hängt nur noch hier.</p>
<p class="Fontfix">
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		<title>Polidor</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Chris Kurbjuhn]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 13 Mar 2009 11:23:26 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Restaurants]]></category>
		<category><![CDATA[Atmosphäre]]></category>
		<category><![CDATA[Bistro]]></category>
		<category><![CDATA[Brasserie]]></category>
		<category><![CDATA[historisch]]></category>
		<category><![CDATA[Paris]]></category>
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					<description><![CDATA[Ein Wahnsinnsladen. Man setzt sich hin, guckt die karierten Tischdecken an, das Bistro-Besteck, das vor einem liegt, die große Tafel mit den Spezialitäten, die sicher auch schon das eine oder andere Jahrzehnt dort hängt… jetzt fehlt nur noch Jean Gabin, &#8230; <a href="http://rundumdiewelt.chris-kurbjuhn.de/polidor/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><span class="Fontfix">Ein Wahnsinnsladen. Man setzt sich hin, guckt die karierten Tischdecken an, das Bistro-Besteck, das vor einem liegt, die große Tafel mit den Spezialitäten, die sicher auch schon das eine oder andere Jahrzehnt dort hängt… jetzt fehlt nur noch Jean Gabin, der mit Gitanes im Mundwinkel hereinstürmt und einen Rouges runterstürzt.<br />
Quatscht. Geht ja nicht. Ist ja Rauchverbot. Gabin müsste seinen Rotwein nikotinfrei trinken.<br />
Ansonsten stimmt alles, die Brasserie Polidor ist ein wunderbares Denkmal der französischen Restaurantkultur. Hier saßen schon Verlaine und Rimbaud, und letzten Dienstag saßen auch wir da. Staunten, dass man hier eine Flasche Petrus für 2500 Euro und ein Drei-Gang-Menü für 22 Euro bestellen kann, und entschieden uns nach reiflicher Überlegung für das Drei-Gang-Menü, dass man sich aus verschiedenen Alternativen zusammenstellen kann. Ich startete mit einer üppigen, köstlich-cremigen Linsensuppe, in der zur Vollendung etwas Foie Gras aufgelöst war (brillante Idee!), die geduldigste Gemahlin von allen aß leichter und (wie immer) vernünftiger eine traditionelle Hechtpastete mit Grüner Sauce, zum Hauptgang lagen Schweinebäckchen mit Currysauce auf meinem Teller, begleitet von einem wunderbar buttrigen Kartoffelpüree, auf dem Teller gegenüber lag wunderbar zarte Rinderzunge in scharfer Paprikasauce mit Salzkartoffeln. Zum Nachtisch genossen wir in froher Eintracht Bavaroise mit schöner, säuerlicher Johannisbeersauce &#8211; ein Traum!<br />
Und die ganze Zeit fragten wir uns, was das für ein Buffet war, neben dem wir saßen. Lauter kleine, durchnummerierte Fächer… was bewahrt man in so einem Ding auf? Die freundliche Bedienung erklärte es uns, als wir unsere &#8211; für das Gebotene erfreulich niedrige &#8211; Rechnung beglichen. In diesem Buffet warten die Serviettenringe (!) der Stammkundschaft auf ihre Bestimmung. Ein Buffet für Serviettenringe… Frankreich ist ein herrliches Land!</span></p>
<p class="Fontfix"><span class="Fontfix">Polidor<br />
</span><span class="adr"><span class="street-address">41 Rue Monsieur le Prince</span><br />
<span class="postal-code">75006</span> <span class="locality">Paris<br />
0033143269534</span></span></p>
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		<title>Irish Harp Pub</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Chris Kurbjuhn]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 25 Feb 2009 11:17:30 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Kneipen]]></category>
		<category><![CDATA[Atmosphäre]]></category>
		<category><![CDATA[Berlin]]></category>
		<category><![CDATA[Guinness]]></category>
		<category><![CDATA[irisch]]></category>
		<category><![CDATA[TV-Sport]]></category>
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					<description><![CDATA[Alle Irish Pubs in Berlin haben das gleiche Problem: sie liegen nicht in Irland. Und dieses Manko lässt sich nur schwerlich wettmachen. In Irland schmeckt das Guinness einfach besser (und das liegt nicht an irgendwelchem Zapfhahn-Stickstoff-Voodoo, it’s the Atmosphäre, stupid!), &#8230; <a href="http://rundumdiewelt.chris-kurbjuhn.de/irish-harp-pub/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><span class="Fontfix">Alle Irish Pubs in Berlin haben das gleiche Problem: sie liegen nicht in Irland. Und dieses Manko lässt sich nur schwerlich wettmachen. In Irland schmeckt das Guinness einfach besser (und das liegt nicht an irgendwelchem Zapfhahn-Stickstoff-Voodoo, it’s the Atmosphäre, stupid!), dort muss man zu jeder Sekunde auf spontane Gesangseinlagen der Stammgäste gefasst sein, dort gehört der Pub zum alltäglichen Tagesablauf, hier gehen wir alle paar Tage oder Wochen mal “zum Iren”.<br />
Angesichts all dieser Widrigkeiten zieht sich das Irish Harp mehr als achtbar aus der Affäre. Reichlich Messing, Teppichboden, dunkles Holz… klassische Pub-Innenarchitektur. Zahlreiche Fernseher garantieren, dass man Sportübertragungen aus jedem Winkel des Lokals verfolgen kann, auch dies ein Zeichen von großer Authentizität. Das Guinness ist schön kalt und schmeckt so gut, wie das außerhalb Irlands schmecken kann. Ein paar schöne irische Whiskys sind im Angebot, die Bedienungen strahlen eine freundlich-humorige Gelassenheit aus, der nichts Menschliches fremd ist… hier kann man es ein paar Stunden aushalten.<br />
Was allerdings gar nicht geht: eine Getränkekarte, auf der ein Gemisch aus Guinness und Cidre als “Black Velvet” angeboten wird. Herrschaften, 1861 war man im Londoner Brooks’s Club der Ansicht, das anlässlich des Todes von Prince Albert auch der Champagner Trauer tragen musste. Deshalb mischte man ihn 1:1 mit Guinness und nannte es &#8211; dem Anlass gemäß &#8211; “Black Velvet”. Guinness mit Cidre ist bestenfalls “Poor Man’s Black Velvet”.<br />
Was man aber unbedingt mal probieren sollte: Der Eingang zum Klo ist direkt rechts neben dem größten TV-Bildschirm. Wenn man auf dem Lokus wartet, bis ein Tor fällt und unter dem Jubel der Massen winkend heraustritt… das ist ein unglaubliches Gefühl.</span></p>
<p class="Fontfix"><span class="Fontfix">Irish Harp Pub</span><br />
<span class="adr"><span class="street-address">Giesebrechtstr. 15</span><br />
<span class="postal-code">10629</span> <span class="locality">Berlin<br />
030 22328742</span></span></p>
<p class="Fontfix"><span class="adr"><span class="locality"><br />
</span></span></p>
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		<title>Stadtklause</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Chris Kurbjuhn]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 22 Feb 2009 11:13:57 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Kneipen]]></category>
		<category><![CDATA[Atmosphäre]]></category>
		<category><![CDATA[Berlin]]></category>
		<category><![CDATA[deftig]]></category>
		<category><![CDATA[historisch]]></category>
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					<description><![CDATA[Ge-ni-a-le Kneipe! Die holzvertäfelten Wände mit den zahllosen Fotos rund um die Geschichte des nahen Anhalter Bahnhofs sorgen für eine einmalige Atmosphäre. Hier hockt man gerne stundenlang, auch wenn die ein oder andere Sitzgelegenheit dem alternden Rückgrat nicht gerade komfortabel &#8230; <a href="http://rundumdiewelt.chris-kurbjuhn.de/stadtklause/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><span class="Fontfix">Ge-ni-a-le Kneipe! Die holzvertäfelten Wände mit den zahllosen Fotos rund um die Geschichte des nahen Anhalter Bahnhofs sorgen für eine einmalige Atmosphäre. Hier hockt man gerne stundenlang, auch wenn die ein oder andere Sitzgelegenheit dem alternden Rückgrat nicht gerade komfortabel vorkommt… macht nix! Hier schmeckt das Bier, das schön kalt in großen und kleinen Steinkrügen an den Tisch kommt, hier schmeckt die deftige Hausmannskost, die zu Dumpingpreisen serviert wird. Ich hatte ausgezeichnete “Berliner Topfwurst” (eine Art stückige Blutwurst) mit Bratkartoffeln und (für meinen Geschmack zu süßem) Sauerkraut für 6,50, die geduldigste, beste Gemahlin stärkte sich mit einem kleinen Möhreneintopf für preisrekordverdächtige 2,50 Euro. Da kann man nicht meckern, selbst wenn man will. Und im Keller wartet auf den neugierigen Besucher eine veritable Überraschung: da gibt’s in zwei Räumen eine liebevoll und kenntnisreich zusammengestellte Ausstellung zur Geschichte des Anhalter Bahnhofs.<br />
Man wird uns in Zukunft öfters hier finden, toller Laden!</span></p>
<p class="Fontfix"><span class="Fontfix">Stadtklause<br />
</span><span class="adr"><span class="street-address">Bernburger Str. 30</span><br />
<span class="postal-code">10963</span> <span class="locality">Berlin<br />
030 51056381</span></span></p>
<p class="Fontfix"><strong class="tel"></strong></p>
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