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	<title>Tempelhof &#8211; In 64 Jahren rund um die Welt</title>
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	<description>Erlebnisse in der Gastronomie und anderswo</description>
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		<title>Bergterrasse Marienhöhe, Berlin</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Chris Kurbjuhn]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 12 Sep 2016 10:40:20 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Biergärten]]></category>
		<category><![CDATA[Berlin]]></category>
		<category><![CDATA[Tempelhof]]></category>
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					<description><![CDATA[Gemeinhin gilt das Unternehmen einer Zeitreise als außergewöhnlich kompliziert. Im Prinzip hat man zwei Möglichkeiten: Entweder man studiert Physik und verwandte Fächer, widerlegt Einstein und baut dann eine Zeitmaschine, oder man wartet, bis irgendwann durch Zufall ein Zeitreisender vorbeikommt und &#8230; <a href="http://rundumdiewelt.chris-kurbjuhn.de/bergterrasse-marienhoehe-berlin/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Gemeinhin gilt das Unternehmen einer Zeitreise als außergewöhnlich kompliziert. Im Prinzip hat man zwei Möglichkeiten: Entweder man studiert Physik und verwandte Fächer, widerlegt Einstein und baut dann eine Zeitmaschine, oder man wartet, bis irgendwann durch Zufall ein Zeitreisender vorbeikommt und klaut ihm das Fortbewegungsmittel, mit dem er auf dem Zeitstrahl navigiert. Seit letztem Wochenende weiß ich, dass es eine drittee, herrlich unkomplizierte Möglichkeit für eine Zeitreise gibt: den Besuch der „Bergterrasse Marienhöhe“ in Tempelhof.</p>
<p>Just um die Ecke der Bushaltestelle Röblingstr./Attilastraße, in durchaus noch  fußläufiger Entfernung vom S-Bahnhof Attilastr. befindet sich die Möglichkeit, ca. 40 Jahre zurück in der Zeit zu reisen und einen typischen West-Berliner Biergarten der 60er, 70er Jahre zu besuchen: die Bergterrasse Marienhöhe.</p>
<p><img fetchpriority="high" decoding="async" class="alignleft size-full wp-image-1438" src="http://rundumdiewelt.chris-kurbjuhn.de/wp-content/uploads/2017/03/29321546860_868b1d20ce_z.jpg" alt="" width="640" height="480" srcset="http://rundumdiewelt.chris-kurbjuhn.de/wp-content/uploads/2017/03/29321546860_868b1d20ce_z.jpg 640w, http://rundumdiewelt.chris-kurbjuhn.de/wp-content/uploads/2017/03/29321546860_868b1d20ce_z-300x225.jpg 300w" sizes="(max-width: 640px) 100vw, 640px" />„Lauschig“ nannte man damals ein solches Ambiente, und lauschig ist es immer noch. Man sitzt an wie improvisiert aufgestellten Gartentischen. Die Polster für die Plastikstühle entnimmt der zuvorkommende Service strategisch günstig postierten Polsterkisten. Und wenn man dann zu Stuhle gekommen ist, streckt man die Beine aus und lässt einen wohligen Seufzer fahren: Hier konnte man‘s damals sehr gut aushalten, heute geht das immer noch.</p>
<p>Die Zeitreise setzt sich auf der Speise- und Getränkekarte fort. „Herva Mosel“ fehlt genauso wenig wie die Fassbrause, die Bockwurst oder das Bauernfrühstück. Sogar die seinerzeit  berüchtigte Dose Ölsardinen („Ick hab keen Hunger, aber ick brauch doch &#8217;ne Grundlage…“) findet sich zum Dumpingpreis (2,50) auf der Karte.</p>
<p><img decoding="async" class="alignleft size-full wp-image-1440" src="http://rundumdiewelt.chris-kurbjuhn.de/wp-content/uploads/2017/03/29611920495_b5014d2646_z.jpg" alt="" width="640" height="480" srcset="http://rundumdiewelt.chris-kurbjuhn.de/wp-content/uploads/2017/03/29611920495_b5014d2646_z.jpg 640w, http://rundumdiewelt.chris-kurbjuhn.de/wp-content/uploads/2017/03/29611920495_b5014d2646_z-300x225.jpg 300w" sizes="(max-width: 640px) 100vw, 640px" /></p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Die Bockwurst mundete jedenfalls ganz ausgezeichnet, und die dazu gereichte Toastbrotscheibe hatte sogar das Innere eines Toasters erblickt (keine Selbstverständlichkeit in der West-Berliner Imbiis-Kultur).</p>
<p><img decoding="async" class="alignleft size-full wp-image-1439" src="http://rundumdiewelt.chris-kurbjuhn.de/wp-content/uploads/2017/03/29497939902_e0923b6f66_z.jpg" alt="" width="640" height="640" srcset="http://rundumdiewelt.chris-kurbjuhn.de/wp-content/uploads/2017/03/29497939902_e0923b6f66_z.jpg 640w, http://rundumdiewelt.chris-kurbjuhn.de/wp-content/uploads/2017/03/29497939902_e0923b6f66_z-150x150.jpg 150w, http://rundumdiewelt.chris-kurbjuhn.de/wp-content/uploads/2017/03/29497939902_e0923b6f66_z-300x300.jpg 300w" sizes="(max-width: 640px) 100vw, 640px" /></p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Und als ich mir dann zur Feier der Bockwurst einen (ausgezeichneten) trockenen Riesling bestellte, ging die Zeitreise munter weiter. Tatsächlich wurde der im Römerglas serviert, aus dem wir seinerzeit in den Kreuzberger Kneipen den Edelzwicker schlürften. Hachja.</p>
<p>Fazit: In der Bergterrasse Marienhöhe kann man’s sehr, sehr gut aushalten. Auch wenn man kein Zeitreisender ist.</p>
<p>Bergterrasse Marienhöhe<br />
Marienhöher Weg 30<br />
12105 Berlin<br />
030 753 28 39<br />
<a href="http://www.bergterrasse-marienhoehe.de/">http://www.bergterrasse-marienhoehe.de/</a><br />
(nur während des Sommers geöffnet)</p>
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		<title>Alt-Krakau, Berlin</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Chris Kurbjuhn]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 03 Sep 2009 10:26:16 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Restaurants]]></category>
		<category><![CDATA[Berlin]]></category>
		<category><![CDATA[Bigos]]></category>
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		<category><![CDATA[Schmorgerichte]]></category>
		<category><![CDATA[Tempelhof]]></category>
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					<description><![CDATA[Hier sind wir schon öfters vorbeigekommen, ohne einzukehren. Immer, wenn&#8217;s in der UFA-Fabrik was zu bestaunen gibt, sind wir hier aus dem U-Bahnhof Ullsteinstraße gefallen, standen vor dem Alt-Krakau, schauten auf die Speisekarte voller rustikaler polnischer Deftigkeiten und dachten &#8222;Müsste &#8230; <a href="http://rundumdiewelt.chris-kurbjuhn.de/alt-krakau-berlin/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Hier sind wir schon öfters vorbeigekommen, ohne einzukehren. Immer, wenn&#8217;s in der UFA-Fabrik was zu bestaunen gibt, sind wir hier aus dem U-Bahnhof Ullsteinstraße gefallen, standen vor dem Alt-Krakau, schauten auf die Speisekarte voller rustikaler polnischer Deftigkeiten und dachten &#8222;Müsste man mal probieren&#8230;&#8220; Aber immer war keine Zeit, gleich geht&#8217;s los in der UFA, vielleicht können wir nächstes Mal etwas früher&#8230; Und natürlich kamen wir nächstes Mal wieder kurz auf knapp, und wieder war keine Zeit fürs Alt-Krakau.<br />
Was &#8211; wie wir gestern feststellen konnten &#8211; eine fatale Fehlleistung war. Gestern hatten wir Zeit, gestern sind wir ins Alt-Krakau gegangen, und seit gestern kennen wir eine Oase der Deftigkeit, einen Tempel des Schmorgerichts. Denn Schmorgerichte können Sie im Alt-Krakau, dass es einem Freund dieser Zubereitungsart die Tränen der Freude in die Augen treibt. Zwei dieser Gerichte hatten wir geordert, die geduldigste Gemahlin von allen die Schmorrippchen mit gebratenem Sauerkraut und ich Bigos, das polnische Nationalgericht, ein geschmorter Eintopf aus Weißkohl, Sauerkraut, verschiedenen Fleischsorten und Speck. Zur Vorspeise gönnten wir uns zwei kleine Lieblingsgerichte, die geduldigste Gemahlin einen Gurkensalat, und ich orderte eine traditionelle Kuttelsuppe, Flaki heißt sie auf polnisch.<br />
Der Gurkensalat entpuppte sich als eine Art Tzaziki, sehr Sahnejoghurt-lastig, ziemlich üppig, aber wir hatten ja Hunger mitgebracht. Die Kuttelsuppe begeisterte: dick geliert, wie sie war, hat sie wohl lange auf dem Herd gestanden und das bekommt Kutteln wie keinem anderen Fleisch, da entwickeln sie GEschmack und sorgen für einen dicken, sanften Fond, der hier beinahe mehr Sauce als Suppe war. Kräftig gepfeffert und noch einen Tick üppiger als der Gurkensalat: hier wird für hart arbeitende Menschen gekocht, die nach des Tages Mühen auf ihre Kalorien kommen wollen.<br />
Die Hauptgerichte begeisterten: so einen guten Bigos habe ich lange nicht gegessen, das Fleisch mürbezart, das Kraut aromatisch-braungeschmort, wunderbar krosser Speck, klasse. Und die Schmorrippchen, sie fielen vom Knochen, ertranken fast in dicker, brauner Sauce, waren aber in wenig Flüssigkeit geschmort, wovon die trockene Knusper-Kruste zeugte.<br />
Dazu bestellt man am Besten eine der vier Sorten polnischen Biers vom Hahn, über das Weinangebot decken wir mal den Mantel des Schweigens. Wer geht denn auch zum Weintrinken in ein polnisches Restaurant? Die Bedienung war sehr zuvorkommend und schnell, das Preisniveau auf Bordsteinkantenhöhe (Hauptgerichte zwischen 5 und 7 Euro, kein Tippfehler!), und zum Abschied gab&#8217;s noch einen gekräuterten Schnaps aufs Haus. Der auch nötig war, denn deftig-mächtig waren sie, die Schmorgerichte.<br />
In Zukunft werden wir immer ausreichend Zeit für einen Besuch im Alt-Krakau einplanen, wenn wir in die UFA-Fabrik gehen. Oder ganz einfach nur zum Essen hinfahren. Die Piroggen müssen wir noch probieren. Und diese polnische Rinderroulade, die auf der Karte steht, klingt hochinteressant&#8230;</p>
<p>Restaurant Alt-Krakau<span><span><br />
Tempelhofer Damm 232</span><br />
Belin Tempelhof<br />
<span>12099</span> <span>Berlin</span></span><strong><br />
</strong> <span>030 7512213</span></p>
<p><a id="external_website_link" rel="nofollow" href="http://www.altkrakau.de/" target="_blank">www.altkrakau.de</a></p>
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