{"id":740,"date":"2009-09-03T10:26:16","date_gmt":"2009-09-03T10:26:16","guid":{"rendered":"http:\/\/exyl.wordpress.com\/?p=740"},"modified":"2009-09-03T10:26:16","modified_gmt":"2009-09-03T10:26:16","slug":"alt-krakau-berlin","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/rundumdiewelt.chris-kurbjuhn.de\/alt-krakau-berlin\/","title":{"rendered":"Alt-Krakau, Berlin"},"content":{"rendered":"<p>Hier sind wir schon \u00f6fters vorbeigekommen, ohne einzukehren. Immer, wenn&#8217;s in der UFA-Fabrik was zu bestaunen gibt, sind wir hier aus dem U-Bahnhof Ullsteinstra\u00dfe gefallen, standen vor dem Alt-Krakau, schauten auf die Speisekarte voller rustikaler polnischer Deftigkeiten und dachten &#8222;M\u00fcsste man mal probieren&#8230;&#8220; Aber immer war keine Zeit, gleich geht&#8217;s los in der UFA, vielleicht k\u00f6nnen wir n\u00e4chstes Mal etwas fr\u00fcher&#8230; Und nat\u00fcrlich kamen wir n\u00e4chstes Mal wieder kurz auf knapp, und wieder war keine Zeit f\u00fcrs Alt-Krakau.<br \/>\nWas &#8211; wie wir gestern feststellen konnten &#8211; eine fatale Fehlleistung war. Gestern hatten wir Zeit, gestern sind wir ins Alt-Krakau gegangen, und seit gestern kennen wir eine Oase der Deftigkeit, einen Tempel des Schmorgerichts. Denn Schmorgerichte k\u00f6nnen Sie im Alt-Krakau, dass es einem Freund dieser Zubereitungsart die Tr\u00e4nen der Freude in die Augen treibt. Zwei dieser Gerichte hatten wir geordert, die geduldigste Gemahlin von allen die Schmorrippchen mit gebratenem Sauerkraut und ich Bigos, das polnische Nationalgericht, ein geschmorter Eintopf aus Wei\u00dfkohl, Sauerkraut, verschiedenen Fleischsorten und Speck. Zur Vorspeise g\u00f6nnten wir uns zwei kleine Lieblingsgerichte, die geduldigste Gemahlin einen Gurkensalat, und ich orderte eine traditionelle Kuttelsuppe, Flaki hei\u00dft sie auf polnisch.<br \/>\nDer Gurkensalat entpuppte sich als eine Art Tzaziki, sehr Sahnejoghurt-lastig, ziemlich \u00fcppig, aber wir hatten ja Hunger mitgebracht. Die Kuttelsuppe begeisterte: dick geliert, wie sie war, hat sie wohl lange auf dem Herd gestanden und das bekommt Kutteln wie keinem anderen Fleisch, da entwickeln sie GEschmack und sorgen f\u00fcr einen dicken, sanften Fond, der hier beinahe mehr Sauce als Suppe war. Kr\u00e4ftig gepfeffert und noch einen Tick \u00fcppiger als der Gurkensalat: hier wird f\u00fcr hart arbeitende Menschen gekocht, die nach des Tages M\u00fchen auf ihre Kalorien kommen wollen.<br \/>\nDie Hauptgerichte begeisterten: so einen guten Bigos habe ich lange nicht gegessen, das Fleisch m\u00fcrbezart, das Kraut aromatisch-braungeschmort, wunderbar krosser Speck, klasse. Und die Schmorrippchen, sie fielen vom Knochen, ertranken fast in dicker, brauner Sauce, waren aber in wenig Fl\u00fcssigkeit geschmort, wovon die trockene Knusper-Kruste zeugte.<br \/>\nDazu bestellt man am Besten eine der vier Sorten polnischen Biers vom Hahn, \u00fcber das Weinangebot decken wir mal den Mantel des Schweigens. Wer geht denn auch zum Weintrinken in ein polnisches Restaurant? Die Bedienung war sehr zuvorkommend und schnell, das Preisniveau auf Bordsteinkantenh\u00f6he (Hauptgerichte zwischen 5 und 7 Euro, kein Tippfehler!), und zum Abschied gab&#8217;s noch einen gekr\u00e4uterten Schnaps aufs Haus. Der auch n\u00f6tig war, denn deftig-m\u00e4chtig waren sie, die Schmorgerichte.<br \/>\nIn Zukunft werden wir immer ausreichend Zeit f\u00fcr einen Besuch im Alt-Krakau einplanen, wenn wir in die UFA-Fabrik gehen. Oder ganz einfach nur zum Essen hinfahren. Die Piroggen m\u00fcssen wir noch probieren. Und diese polnische Rinderroulade, die auf der Karte steht, klingt hochinteressant&#8230;<\/p>\n<p>Restaurant Alt-Krakau<span><span><br \/>\nTempelhofer Damm 232<\/span><br \/>\nBelin Tempelhof<br \/>\n<span>12099<\/span> <span>Berlin<\/span><\/span><strong><br \/>\n<\/strong> <span>030 7512213<\/span><\/p>\n<p><a id=\"external_website_link\" rel=\"nofollow\" href=\"http:\/\/www.altkrakau.de\/\" target=\"_blank\">www.altkrakau.de<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hier sind wir schon \u00f6fters vorbeigekommen, ohne einzukehren. 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